Von der Konkurrenz zur Co-Kreation

Wir sind scheinbar eine Gesellschaft von Einzelkämpfern. Das dies nicht unbedingt gesund ist, zeigt die große Anzahl von Menschen mit Burn-Out Symptomen, Depressionen oder sonstigen Leiden unserer heutigen Zeit. Es ist höchste Zeit, das zu ändern.

Ich bin ein großer Fan von der Intelligenz und Kraft der Gruppe. Wir Menschen sind nicht dazu geboren, um alleine unterwegs zu sein. Unsere Ziele stetig alleine zu erreichen und den anderen zu zeigen, wie selbständig und cool man doch auf weiter Flur ist, ist auf Dauer ungesund.  Ich selbst erlebe immer wieder, wie heilsam und anregend die Unterstützung eines Teams, einer Gruppe oder eines einzelnen Menschen ist.

Mit der Unterstützung von Freunden, Familie, Netzwerkpartner oder gar Erfolgsteams bekommt das eigene Vorhaben einen Vitaminkick an Wissen sowie Erfahrung und eine Schubkraft ohnegleichen. Überlassen wir es nicht dem Zufall,  sondern suchen Sie sich eine Gruppe von Gleichgesinnten.

Die Themen, die jeder mitbringt, brauchen nicht von gleichem Inhalt sein. Im Gegenteil, je unterschiedlicher das Vorhaben oder die Fragestellung, umso belebender für die Gruppe. Einer kann z.B. seine Freiberuflichkeit nach vorne bringen wollen. Eine weitere trägt sich  mit der Entscheidung, den Job zu wechseln. Ein drittes Mitglied braucht Unterstützung, weil er sich gerne einen neuen Freundeskreis an seinem Wohnort aufbauen will. Wiederum eine andere, benötigt Austausch, weil sie sich in ihrer aktuellen Partnerschaft nicht mehr gut aufgehoben fühlt. In dem Resonanzfeld wird ein Raum eröffnet, indem weise und inspirierend gedacht und gesprochen werden kann. Der enge Bewusstseinszustand des Einzelnen öffnet sich und Lösungen offenbaren sich leichter. Wenn Menschen sich mit offenem und zugewandtem Herzen treffen, entsteht ein Feld der Kreativität, Inspiration und Verbundenheit.

Vorab sollten die Betreffenden, sich auf einige unabdingbare Regeln verständigen. So sollte z.B. die Verschwiegenheitsklausel vereinbart werden: die Betroffenen schenken sich gegenseitig Offenheit und Vertrauen, indem sie intime Details aus ihrem Leben erzählen. Das sollte gewürdigt werden und daher strikt in der Runde bleiben. Ein absolutes „No Go“ ist die Weitergabe an Dritte außerhalb der Gruppe.

Während der gemeinsamen Arbeit ist es wichtig, dass die Zuhörere*innen einen wachen, respektvollen und offenen Raum demjenigen schenken, der gerade im Plenum erzählt. Solange wie ein Mensch im Mittelpunkt des Geschehens ist, bekommt er die bedingungslose Aufmerksamkeit so lange, wie er/sie es braucht.  Und die Zuhörenden, hören nur zu (kann schwer sein). Es  werden keine Fragen vorformuliert, noch werden eigene Themen ausgebrütet. Es gilt einen Schutzraum aufrecht zu erhalten und demjenigen etwas zu schenken, was am wertvollsten ist: Unsere Zeit und unsere Aufmerksamkeit!

Es braucht keine große Gruppe zu sein…, es reicht auch aus, sich mit seinem Partner*in oder Freund*in regelmäßig auszutauschen. Es geht um das Phänomen der Transformation, wenn etwas vor jemanden ausgesprochen wird, was uns auf der Seele liegt. Dann wird der innere Knoten bewusst gesehen. Und durch die Hinweise meines Gesprächspartners, bekommt es eine neue Färbung, eine Chance auf einen ersten Schritt. Gemeinsam wird ein Prozess kreiert, der eine Antwort auf eine Frage findet. Vielleicht auch nur der nächste Schritt oder eine neue Perspektive auf ein alt bekanntes Thema. So oder so, erleichtert es, wenn wir nicht alleine unterwegs sein müssen und uns der Erfahrung und der Unterstützung von unseren Mitmenschen sicher sind.

Da ich so begeistert davon bin, biete ich es auch direkt als Angebot an:
Coaching Circle – die Kraft der Gruppe, ab 07. März 2018

https://www.johanneklaeger.de/angebote/

 

2 Gedanken zu „Von der Konkurrenz zur Co-Kreation

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