Die Wellen des Lebens

(von der Ostsee inspiriert, von der ich gerade zurück komme)

Annehmen, das was ist.
Das sagt sich so leicht.
Und eigentlich möchte ich das gar nicht haben, was sich  mir da gerade zeigt.

Ich habe keine Lust auf Wut.
Ich habe keine Lust auf schlechte Laune.
Ich habe keine Lust darauf Angst zu fühlen, dass ich es nicht schaffe.
Ich habe keine Lust auf Müdigkeit.
Ich habe keine Lust darauf immer noch nicht an dem Punkt angekommen zu sein, wo ich gerne sein möchte.

Soll ich Dir was sagen? Das Leben fragt Dich aber nicht danach, wozu Du Lust hast oder nicht.
Sondern das Leben bringt Dir mit der größten Konsequenz das auf Deinen Tisch, was Du gerade zu lernen hast. So ist das nämlich.
Und wenn Du der/die größte Verdränger/in auf Gottes Erde bist, dann bekommst Du mit derselben Wucht Deine ganzen Schattenseiten präsentiert, auf die Du angeblich keine Lust hast.

Dä… da sind sie. Und nu?

Ja, ich weiß, am liebsten möchtest Du sie WEG haben. (Hast Du genau zugehört liebes Leben: WEG, Pfutschikato, aus, vorbei, nicht da übersetzt…)

Dumm, das Dir weder jemand zuhört noch Deine Wünsche erfüllt.

Versuch es nochmal.

Schatten…. WEG sollst Du… ich will Dich nicht. Mit der schlechten Laune, dem Ärger, der Angst fühle ich mich beschissen. Hörst Du? Beschissen… das muss reichen. Jetzt geh weg. (Ich kann es auch singen.)

Und was passiert? Es wird nur noch schlimmer.

Der Zustand verhärtet sich, der Nebel wird dichter, die Farben dunkler und die Lebendigkeit bewegungsloser…

Dä…, dat häste davon (wie man im Rheinland sagt…, das ich das hier im Norden nochmal auspacke)

Ok, das Gefühl bleibt.

Wenn es schon mal da ist, dann kannst Du es ja auch begrüßen. Ok, vielleicht ist das ein bisschen viel. Vielleicht einfach mal nur hinschauen?

Wenn Du es wahrnimmst und dabei wirklich bei Dir bleibst, wirst Du merken, dass es so schlimm gar nicht ist. Wenn Du Dir das Gefühl oder die Emotion nicht überstülpen lässt, sondern wenn es sein darf und Du aber bei Dir sein darfst…., dann beruhigt sich etwas in Dir. Lass Dich nicht aufsaugen und glaub bloß nicht, Du seist das Gefühl.  Das Gefühl ist maximal ein Teil von Dir, der Dir etwas zeigen möchte. Der Zustand möchte Dich auf etwas aufmerksam machen.

Und wenn Du ihn bewußt fühlst und in Dich hinein horchst, kannst Du vielleicht eine Antwort bekommen. Oder es entspannt sich einfach und darf sein.

Und die Welt geht nicht unter, weil Du heute nicht so super gelaunt bist.
Im Gegenteil, Du lernst auf den Wellen des Lebens zu surfen. Du lernst mitzugehen und nicht darin zu ertrinken.

Du sitzt, liegst oder stehst auf dem Surfbrett Deines Lebens und mal ist es entspannt und beschaulich, mal aufregend hohe Wellen, mal einfach nur windig. Nass ist es immer. Und trocken wirst Du auch immer.
Und das coole ist, wenn wir das Leben lernen mit seinen Wellen zu leben, dann ist es gut so, genauso wie es im Moment ist. Und vielleicht kann man auch in der Trauer lächeln, weil Du das Vogelgezwitscher hörst. Oder Du bist einfach ehrlich Deinem Mitmenschen gegenüber und erzählst etwas von Deiner Wut. Und siehe… so entsteht Verbundenheit, obwohl Du in diesem Moment nicht damit gerechnet hast.

Manchmal ist es auch ganz wunderbar in das Meer einzutauchen oder am nächsten Tag vom Strand aus dem Meer zuzuschauen.

Und je besser wir surfen lernen, umso einfacher und lustvoller wird UNSER Leben

 

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