Wohlwollen und Veränderung

Wenn Du ernsthaft etwas in Deinem Leben verändern möchtest, funktioniert das am leichtesten mit Wohlwollen. Dir selbst gegenüber und Deiner Situation gegenüber. Solltest Du einen Beruf haben, in dem Du Menschen in ihrer Veränderung begleitest, dann gilt dafür natürlich dasselbe.

Im Normalfall versteht man unter Wohlwollen eine Haltung, die an eine andere Person gerichtet ist und zunächst diesem Menschen mit positiver Grundhaltung begegnet. Die Sympathie und das Verständnis bewirkt eine Atmosphäre der Freundlichkeit, der Anteilnahme und der Güte. In dieser Atmosphäre fällt es Menschen leichter, sich selbst anzunehmen, zu vertrauen und in eine konstruktive Auseinandersetzung zu gehen.Wohlwollen und Veränderung

Wenn ich mich von meinem Gegenüber angenommen fühle und einfach so sein kann, wie ich bin, ist zunächst der Grundstein für eine förderliche Beziehung gegeben.

Ich weiß, ich brauche nicht so tun als ob.
Ich weiß, ich brauche mich nicht verstellen und darf in dieser wohlwollenden Atmosphäre auch meine Ecken und Kanten zeigen.
Und das heißt vor allem Anerkennung und Annahme des Menschen, so wie er ist und gleichzeitig auch der Situation so wie sie ist. Diese Annahme und die Allparteilichkeit des begleitenden Menschen, sei es ein Coach oder ein Freund, ist ein fruchtbarer Boden für Entwicklung.

Notizzettel SmileyStell Dir vor, Du triffst Dich mit einem Menschen, der direkt etwas von Dir will, der Dir vorhält wie schlecht Du wieder Deine Kinder erziehst, der von Dir fordert, es doch demnächst besser zu machen und der all Deine Bemühungen nicht sieht. Der nicht sieht, dass Du es momentan einfach nicht besser machen kannst, weil es Dir zu viel ist, Du so viel um die Ohren hast und Du schlichtweg einfach nicht weißt, wie es anders gehen soll.

Druck erzeugt Gegendruck. Obwohl Du Dein Verhalten gerne verändern möchtest, bist Du mit den Anforderungen von außen, noch weniger in der Lage etwas zu verändern. Es entsteht Stillstand. Du erstarrst. Du verharrst.

Weil Du Dir vielleicht zusätzlich noch Vorwürfe machst oder Dich kritisierst. Du bist so damit beschäftigt, Dich mit dem Negativen und Schlechten auseinanderzusetzen, so dass Du vermutlich keine Energie mehr frei hast, Dich um was Anderes zu kümmern.

Und so ist auch der einfache Umkehrschluss: Wenn Du mit Dir, mit Deiner Situation und Deinen Ecken und Kanten wohlwollend, heißt annehmend und freundlich umgehst, so kann sich in Dir was entspannen.

Du weißt, Du gibst Dein Bestes, kannst es momentan nicht anders.
Du weißt, Du gibst Dein Bestes, fühlst es momentan nicht anders.
Du weißt, Du gibst Dein Bestes, weißt es momentan nicht anders.
Du weißt, Du gibst Dein Bestes, siehst momentan keinen anderen Weg.
Du weißt, Du gibst Dein Bestes und es reicht nicht!
Dann ist der erste kleine Schritt ein Gefühl der Güte und des Wohlwollen Dir selbst gegenüber zu entwickeln. Stell Dir vor, Du selbst bist Dir Deine beste Freundin oder Dein bester Freund, der oder die es gut mit Dir meint. Was würde Deine beste Freundin / Dein bester Freund zu Dir sagen? Wie würden sie Dir begegnen? Mit welcher Haltung?

Und genauso eine freundliche, offene, zugewandte Haltung kannst auch Du Dir selbst gegenüber entwickeln. Danach atme tief durch und nimm wahr, wie sich Deine Welt langsam, aber sicher verändert.

Viel Spaß dabei! Wohlwollen ändert nicht nur uns selbst, sondern auch Deine Umgebung.

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.