Anders als Du denkst

Anders, als Du denkst bin ich.
Du glaubst, Du kennst mich.
Du glaubst, Du durchschaust mich.
Du glaubst, Du weißt, was gut für mich ist.
Doch weit gefehlt, ich bin anders als Du denkst.

Wenn Du glaubst, ich schaue grimmig, denke ich nach.
Wenn Du glaubst, ich bin arrogant, dann ist  mir nur etwas sehr wichtig.
Wenn Du glaubst, ich bin zu ernsthaft, dann bin ich vertieft.
Wenn Du glaubst, ich führe Dich vor, dann möchte ich, dass Du mich verstehst.
Wenn Du glaubst, ich bin cool, dann ist das mein Schutz.
Wenn Du glaubst, ich bin traurig, dann bin ich tief berührt.
Wenn Du glaubst, ich kann es alleine, brauche ich manchmal Hilfe.
Wenn Du glaubst, ich bin unberechenbar, dann bin ich empfindsam.
Wenn Du glaubst, ich bin unhöflich, bin ich in Gedanken versunken.
Wenn Du glaubst, ich mache es absichtlich, bin ich in meiner Welt eingeschlossen.
Wenn Du glaubst, ich kann nicht anders, kann ich anders.

Menschen sind nicht so, wie sie von außen erscheinen. Du gehst von Deinen Erfahrungen, Deiner Welt, Deinem Erleben aus und aus deiner Sicht heraus beurteilst Du die Menschen. Deine Freunde, Deine Familie, Deine Kinder, Deine Kollegen…., die Menschen, die Dir nah und fern sind. Doch glaube mir, es ist nicht immer so, wie es erscheint.

  • people icons with colorful dialog speech bubblesEin nach außen hin sehr fröhlich wirkender Mensch, kann sich jeden Abend in den Schlaf weinen, weil er sich so einsam fühlt.
  • Das harmonisch wirkende Ehepaar, hat sich beim gemeinsamen Abendessen nichts mehr zu sagen.
  • Der pubertierende Jugendliche, der sich scheinbar von seinen Eltern abwendet, fühlt sich von ihnen nicht verstanden.
  • Das kleine 6jährige Mädchen, das ständig Faxen macht, damit die Erwachsenen lachen, will eigentlich nur wirklich mit dem Herzen gesehen werden.

Es gibt eine Welt hinter der Dir sichtbaren, erlebbaren Welt. Es ist ein Geheimnis, was jeder Mensch mit sich trägt.  Vieles ist unbewußt, manches geschauspielert und einiges authentisch.

Das Mittel der Wahl um Dein Gegenüber tatsächlich kennenzulernen ist die Kommunikation. Versuche nicht zu interpretieren, projizieren, zu deuten oder auszulegen. Frage Deine Mitmenschen, wenn Dir etwas nicht klar, uneindeutig, ambivalent oder nicht echt erscheint. Frage, das was Dir wichtig ist.

Frage, was Du wissen willst.
Frage, bevor Du über Deine Zeitgenossen urteilst.
Komm in den Dialog, frage und lass Dich selbst ausfragen. Du wirst erstaunt sein, dass das Nase rümpfen gar kein Ekel bedeutet oder dass das Lachen eigentlich nur Unsicherheit war. Lerne Deine Gefährten kennen. Und manchmal triffst Du Menschen, da ist es so wie es Dir erscheint. Sie ruhen in sich selbst, verhalten sich so, wie sie sich fühlen und haben keine Scheu sich zu zeigen. Das sind dann die besonderen Geschenke einer echten Begegnung.

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