Im neuen Jahr fange ich mit dem Joggen an!

Entweder Sie haben sich selbst neue Vorsätze für 2014 vorgenommen oder Ihre Freundin, Ihr Freund wollen aufhören mit dem rauchen, abnehmen, sich ein Hobby anlegen und Ähnliches.

Wenn Sie bei Ihrem Freund Ben nach 2 Monaten nachhören, ob er bereits mit dem wöchentlichen Joggingprogramm angefangen hat, wird er in 80% der Fälle verneinen oder hat schon wieder aufgehört.

Woran liegt es, dass gute Vorsätze nur so schwer umzusetzen sind? Oder andersherum: warum sind schlechte Gewohnheiten, wie die Chips vor dem Fernseher nur so standhaft? 

Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten. Hat sich ein Verhalten einmal eingeschliffen, ist es sehr schwer, es zu ändern, auch wenn wir uns das fest vornehmen. Trotzdem – oder gerade deshalb – können wir uns Gewohnheiten zunutze machen. Wer weiß, wie ihre Mechanismen funktionieren und wo sie ansetzen, der kann sie verändern (Zeit online, 08. April 2013). Die Konfrontation mit neuen und komplizierten Dingen erfordert Bewusstsein, Aufmerksamkeit und Konzentration – das Gehirn strebt darum danach, alles zu routinieren, sagt der Hirnforscher Gerhard Roth. So können wir uns auch in Stresssituationen darauf verlassen, dass wir das Zähneputzen nicht vergessen oder den Weg zur Arbeit finden.

Folgende Checkliste kann Ihnen helfen, Ihr Ziel zu erreichen:

  • Stellen Sie es sich vor – die Kraft der Imagination
    Sehen Sie sich bereits schon laufen, mit dem guten Gefühl danach. Stellen Sie vor, welche guten Gefühle es Ihnen bereitet und wie fit Sie danach sich fühlst.
  • Keep it simple – die Kraft der Einfachheit
    Zu große Ziele schrecken oft ab oder schüchtern ein „Das schaffe ich sowieso nicht“. Probieren Sie für die nächsten 3-4 Wochen aus, dann vielleicht 2-3 x die Woche und nicht jeden Tag. Kleine Schritte sind der Weg zum Erfolg. Je einfacher, desto erfolgreicher. 
  • Joggingschuhe hinstellen – die Kraft des Minischrittes
    Indem Sie für den nächsten Morgen bereits alles vorbereiten, z.B. die Sportschuhe vor die Tür stellen, so dass Sie sie nicht übersehen können, vereinfacht die Umsetzung. Denn damit signalisieren Sie Ihrem Hirn, das der erste Minischritt schon getan ist.
  • Belohnen Sie sich – die Kraft der Motivation
    Belohnen Sie sich, für alles was Sie geschafft haben, z.B. mit einer Fußmassage. Und sind Sie nicht so streng mit sich. Es gilt nur die ersten Hürden zu schaffen und der innere Schweinehund freut sich auf die Belohnung danach. Coachen Sie sich selbst.
  • Suchen Sie sich Verbündete – die Kraft der Freunde
    Mit Freunden joggt es sich leichter. Und wenn keiner Lust hat, tuen Sie es trotzdem.
  • Just do it – die Kraft des Tuns
    Machen Sie es einfach. Und wenn Sie es mal „vergessen“ haben – egal, dann wird es morgen nachgeholt. Bloß nicht in die Falle reintappen, dass es sich ja jetzt sowieso nicht mehr lohnt. Akzeptieren Sie keine Entschuldigung des inneren Schweinehundes. Laufen Sie los.
  • Innere Feinde aufdecken – die Kraft der Weisheit
    Sie kennen sich am besten und wissen, was Sie lockt, etwas vorschnell aufzugeben. Malen Sie sich die verschiedensten Szenarien aus, wie „ich brauche erst neue Schuhe, dann kann ich laufen“ oder „ich bekomme so schnell Seitenstechen“ oder mit „ Ich schaffe das sowieso nie“. Überlegen Sie sich dafür Strategien, wie Sie sich Ihren inneren Schweinehund und Kritiker überlisten.

Hat man die erste Hürde geschafft, dann wird die neue Gewohnheit quasi zum Selbstläufer!
Viel Erfolg!!

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